Nach der Entscheidung der US-Regierung, großen Geldinstituten mit Steuergeldern aus der Krise zu helfen sollte genau darauf geachtet werden, was auf dem US-amerikanischen Finanzmarkt passiert. Diese Krise scheint nicht nur aufzudecken, dass das US-amerikanische Finanzsystem, das vorgeblich am weitesten entwickelte, das mit der größten Anzahl an großen Geldinstituten, nicht gerade das Finanzsystem ist, das aus sich selbst heraus Stabilität erzeugt. Eines, das Überwachung ablehnt, solange bis die inneren Instabilitäten zu Tage treten und nach der rettenden Hand gerufen wird.
Da im Vorfeld alternative Finanzsysteme bekämpft wurden steht die eigentlich systemkonforme marktwirtschaftliche Lösung - das Zusammenbrechenlassen im freien Spiel der Marktkräfte - scheinbar nicht zur Verfügung. Im geschichtlichen Kontext betrachet achten Nationalstaaten stets sehr peinlich darauf nicht erpressbar zu erscheinen. Doch wo bleibt dieser Schein wenn wiederholt die wirtschaftliche Leistung der Bevölkerung aubgeschöpft, den Tätern eine Monopolstellung eingeräumt wird und jenen hierfür nach Abschöpfung der Ressourcen die Hand gereicht wird um den Vorgang von neuem beginnen zu lassen. Der Staat und die Steuerzahler übernehmen die Haftung für das Handeln großer finanzieller Institutionen. Sie bezahlen den Preis, den sie währen des Laufens der Maschinerie bezahlt haben bei deren Stocken nochmals um den Vorgan wieder in Gang zu setzen und von neuem beginnen zu lassen (=> The Daily Telegraph, Großbritanien).
Der Ruf nach Interventionen erhallt. Und er wird wieder verstummen und ins Gegenteil verkehrt aus anderer Richtung zurückkommen. Sobald sich ein Neuanfang arrangieren läßt.
Für einige ist der Rettungsplan der US-Notenbank für die staatsnahen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac ein Offenbarungseid (Financial Times Deutschland - Deutschland). Doch wohl geleistet von den Falschen im Namen der Geschädigten zum Nutzen der Verursacher.
