Gibt schon die Respektlosigkeit einer solchen Anzahl an Autofahrern geltenden Gesetzen und Regelungen gegenüber zu denken (so es denn nicht gar ein Akt kollektiven Aufbegehrens ist), so beschäftigt uns doch die leider unbeantwortete Frage:
"Was tut der Rest ?"
Gibt sich ein weiteres Drittel des Falsch-Blinkens hin, so verbleiben immernoch 33 Prozent korrekt blinkende Autofahrer.
Das Verhalten des gemeinen Fahrzeugführenden Bürgers an der Kreuzung ist somit statistisch betrachtet nahezu vollständig zufallsbedingt und von der tatsächlichen Situation losgelöst.
Die Anzahl der beidseitig blinkenden hierbei stillschweigend vernachlässigend.
Soviel Gleichmut kommt nicht von Ungefähr.
Denn zeigt der gesellschaftlich Alltag nicht stets, dass zuviel Denken auch nicht gut tut.
Ändern läßt sich doch nichts. Und wer will schon aus der Reihe tanzen....
Was den Kreuzungs-Verhaltensforschern bei der Planung ihres aufwendigen Programms zum Erkenntnisgewinn entgangen ist - nicht so dem ADAC - ist der anstehende Ferienbeginn in fünf Bundesländern. Sich darauf vorzubereiten um die mitdrängelnden Verkehrsteilnehmer in die Irre zu führen, sich selbst nicht sein Recht zur ersten Überquerung der Kreuzung streitig machen zu lassen und auch in Baden-Württemberg klar zu stellen, dass man auch drängeln kann, wenn man noch keine Ferien hat wie die in Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und in Sachsen.
Bleibt zu hoffen, dass nicht allzuviele der teilnehmenden Verkehrsexperten ihre Ferien in Großbrittanien verbringen. Denn abgesehen davon, dass das Verwechseln von links und rechts dann recht weitreichende Auswirkungen haben könnte, bleibt die Frage welches Blinkverhalten der gemeine Fahrzeugführer im Falle eines trickreich arrangierten Kreisverkehrs zur Verwirrung derer vom Kontinent an den Tag legen würde.
