Donnerstag, Oktober 21, 2004

CCC: Fingerabdruck im Pass leicht zu fälschen

'Das Bundesinnenministerium wies die Darstellung des CCC zurück: "Der Chaos Computer Club soll bei seinen Leisten bleiben und sich mit Hackern beschäftigen und nicht mit dem Thema Sicherheit", sagte Sprecher Dirk Inger. Ziel des Einsatzes von biometrischen Merkmalen sei nicht die Verbesserung der Fälschungssicherheit von Ausweisdokumenten, sondern die Verhinderung der Vortäuschung einer falschen Identität. "Ausweise mit biometrischen Merkmalen werden die Sicherheit verbessern."'
(GMX-News)

Die sicherlich diesem Ausdruck innewohnende Logik hat sich mir leider noch nicht erschlossen. Die Fälschungssicherheit wird also nicht erhöht, aber die Vortäuschung einer anderen falschen Identität wird verhindert. Aha. Und dadurch wird die Sicherheit verbessert. Mhm.

Microsoft Internet Explorer

Bitte, bitte, bitte,
der nächste der hier vorbeikommt und den IE benutzt muss mir sagen ob er rechts eine Leiste mit Links, Blogs, dem Archiv und so weiter sieht. Habe gerade eine Nachricht bekommen von einem mit IE, der meint, dass er nur die aktuellen Postings sehen kann. Weiss jetzt nicht ob das an ihm speziell liegt oder an MS-IE allgemein (oder an mir ?)
Eigentlich denke ich, dass diese Seite total HTML/XML-konform ist.
Ich selbst benutze normalerweise (wie auch jetzt) den Netscape-Navigator unter Linux und habe gerade nur einen gaaaanz alten Windows-Rechner hier.

Danke euch schon jetzt !

Mittwoch, Oktober 20, 2004

Whitespace

"What is Whitespace?


Most modern programming languages do not consider white space characters (spaces, tabs and newlines) syntax, ignoring them, as if they weren't there. We consider this to be a gross injustice to these perfectly friendly members of the character set. Should they be ignored, just because they are invisible? Whitespace is a language that seeks to redress the balance. Any non whitespace characters are ignored; only spaces, tabs and newlines are considered syntax.
What are the advantages of Whitespace?


Some things which are difficult in other languages are made much easier in Whitespace. For example, literate programming is simply a matter of writing your helpful comments in between program instructions. It's also easy to encrypt your programs. Simply write a misleading comment!


Whitespace is a particularly useful language for spies. Imagine you have a top secret program that you don't want anyone to see. What do you do? Simply print it out and delete the file, ready to type in at a later date. Nobody will know that your blank piece of paper is actually vital computer code!"


via Schockwellenreiter



Anzumerken ist, dass das umgekehrte Verfahren in der westlichen Welt seit der Antike bekannt ist. Generationen von Politikern chiffrierten mit einer Vielzahl von Worten ihre grandiosen Gedanken deren erfolgreiche Entschlüsselung eines Verfahrens harrt. 'Whitespace' erlaubt es nun ebenso an sich sinnfreie Information auf ihren tatsächlichen Sinngehalt zurückzuführen als auch Meinungen in einer leicht verständlichen, da gewohnten Form auszudrücken.

Ausgekrämert

Krämer und Technokraten ruinieren die populäre Kunst - nicht das Internet und seine Raubkopierer. (SDZ 26.01.04)

Die Entwicklung von 'Social Software

Die Lektüre dieses Artikels zu diesem spannenden Thema hat mich auch wieder an einen anderen über Bedeutung von Hypertext erinnert.

Dienstag, Oktober 19, 2004

Datenschutz und RFID-Technologie

Der Volksmund sagt: Ein bisschen Schwund ist immer. Dem Versandhaus Otto wurde der Schwund ein bisschen zu viel. Ausgerechnet hochwertige Produkte wie Notebooks, Digitalkameras oder Handys verschwinden immer wieder auf wundersame Weise auf dem Weg zum Kunden. Um den Verlusten auf die Spur zu kommen, setzen die Hamburger nun auf RFID-Chips...


==Im Lager funkt's FRANKFURTER RUNDSCHAU vom 07.09.2004


Die Metro-Handelskette, Betreiber des Rheinberger Extra Future Store, weckt Verbrauchermisstrauen durch indiskrete RFID-Chips. Noch am vergangenen Samstag wollte das Unternehmen sein kundenfreundliches Verhalten demonstrieren,...


==Verdeckte Karten im ZukunftsshopHeise Online04.02.2004



RFDump is a tool to detect RFID-Tags and show their meta information: Tag ID, Tag Type, manufacturer etc. The user data memory of a tag can be displayed and modified using either a Hex or an ASCII editor. In addition, the integrated cookie feature demonstrates how easy it is for a company to abuse RFID technology to spy on their customers.


==Rfdump


RFID (Radio Frequency Identification) sind winzige Chips mit Antenne, die eine eindeutige Seriennummer enthalten, die über Funk abgefragt werden kann. RFID-Etiketten sollen nach dem Willen von Industrie und Handel in einigen Jahren die Strichcodes auf den Waren ersetzen; zum Teil sollen sie auch in die Produkte selbst eingearbeitet werden, beispielsweise in Kleidung. Problem: RFID-Chips können versteckt angebracht werden, sie können ohne Sichtkontakt aus einiger Entfernung (und damit vom Träger unbemerkt) ausgelesen werden und es entstehen riesige Datenbanken mit Bewegungsprofilen. Datenschützer und Bürgerrechtler befürchten eine gänzlich neue Dimension von Überwachung, Kontrolle und Manipulation.


==Foebud e.V.

Menschenrechte - Urteile des EU-Gerichtshofs nicht bindend

Na da sind wir aber froh. Wäre ja noch schöner, wenn man sich an Urteile die einem nicht passen halten müsste.

Montag, Oktober 18, 2004

Manipulation, Macht und Medien

"Endlich hat die Bundesregierung einen Sündenbock. Endlich hat sie die Möglichkeit, dafür zu sorgen, daß andere Leute noch schlechtere Schlagzeilen haben als sie selbst. Mit sicherem Instinkt nutzen Kanzler Schröder und seine Lakaien nun also die Krisen bei Karstadt-Quelle und bei Opel, um darauf hinzuweisen, daß es anderswo auch unfähige Menschen gibt..."

Freiheit I

Liberty means responsibility. That is why most men dread it.

George Bernard Shaw


Wenn Sie im Gefängnis säßen und 50% Wahrscheinlichkeit bestünde, dass Sie die Giftspritze bekommen, 45%, dass Sie auf dem elektrischen Stuhl landen, und nur 5%, dass Sie entkommen können, würden Sie dann für die Giftspritze stimmen, weil dies das wahrscheinlichste Ergebnis ist?

Badnarik,liberaler Präsidentschaftskandidat USA

Die Google Story

Die wunderbar erzählte Geschichte von Google.
Gefunden auf dem wirklich lesenswerten Blog von Mario Sixtus.

Die Google Story Teil 1

Das ist die Geschichte von Google; die Geschichte einer kleinen sympathisch-schnuckeligen Suchmaschinenfirma in Turnschuhen, die sich auf Grund hervorragender Leistung zum Suchmaschinen-Monopol mausert, sich um ein viel genutztes Weblog-Tool erweitert und schließlich 70-80 Prozent der Besucherströme im Internet regelt. Und - dunkel ist die Macht - so mutiert das schnuppige Unternehmen unter der minimal-designten Oberfläche zu einem Microsoft der Information. In dieser Ausgabe Teil eins: Wie alles begann.

Die Google Story Teil 2

Nach dem "Wie alles begann" nun das "Was in der Zwischenzeit passierte": Die Geschichte über das Wesen und den Erfolg von Weblogs, den Aufstieg und Fall der Softwareschmiede Pyra und Google als lächelnden Dritten.

Die Google Story Teil 3

Dritter und letzter Teil unserer Google-Serie. Nachdem wir uns letztes Mal über Googles merkwürdigen Ankauf des Weblog-Redaktionssystem der Firma Pyra gewundert haben, taucht jetzt der eigentliche Grund dafür auf: Die perfekte Momentaufnahme der gesellschaftlichen Trends.

Die Google Story Teil 4

Die Suchmaschine Google hat den besten Ruf als freundliches Unternehmen. Mittlerweile ist man allerdings durch weitere Ankäufe im Bereich von Blogs und - jetzt neu geplant - Email zu einem Wissensimperium angewachsen, das Zugriff auf einen beträchtlichen Teil dessen hat, was im Internet vor sich geht. Grund genug zur Sorge, denn von so vielen Datenbanken ist es nur noch ein kurzer Weg zu einer möglichen Überwachung.

Sonntag, Oktober 17, 2004

Nicht proprietäres Publizieren

President Bush - Answers and Questions

President Bush goes to an elementary school to talk about the war.

After his talk, he offers to answer questions. One little boy puts up his hand and the president asks him his name.

"I'm Billy, sir."

"And what's your question, Billy?"

"I have three questions, sir. Why did the US invade Iraq without the support of the UN? Why are you President when Al Gore got more votes? And whatever happened to Osama Bin Laden?"

Just then the bell rings for recess. Bush announces that they'll continue after recess.

When they return, Bush asks, "OK, where were we? Question time! Who has a question?"

Another little boy raises his hand. The president asks his name.

"I'm Steve, sir."

"And what's your question, Steve?"

"I have five questions, sir. Why did the US invade Iraq without the support of the UN? Why are you President when Al Gore got more votes? Whatever happened to Osama Bin Laden? Why did the recess bell go off twenty minutes early? And what the heck happened to Billy?"

(William Gibson ?)

Oscar Wilde :: Dorian Gray :: Viertes Kapitel

Mein lieber Junge, kein Weib ist ein Genie. Die Weiber sind das dekorative Geschlecht. Sie haben nie etwas zu sagen, aber sie sagen es entzückend. Die Weiber verkörpern den Triumph der Materie über den Geist, so wie die Männer den Triumph des Geistes über die Moral vorstellen.



Lord Henry zu Dorian Gray in Oscar Wilde's "Das Bildnis des Dorian Gray




Die Menschen lieben es sehr, wegzugeben, was sie selbst am nötigsten hätten. Das nenne ich den Gipfel der Großherzigkeit.


dito




Als er das Zimmer verlassen hatte, schlossen sich die schweren Augenlider Lord Henrys, und er fing an nachzudenken. Gewiß hatten ihn wenig Menschen je so interessiert wie Dorian Gray, und doch verursachte die wie Leidenschaft des Jünglings für eine andre Person ihm nicht den leichtesten Schmerz oder Arger oder Eifersucht. Die Sache gefiel ihm. Der junge Mann wurde dadurch noch interessanter. Er war immer für die Methoden der Naturwissenschaft eingenommen gewesen, aber der gewöhnliche Gegenstand dieser Wissenschaft war ihm kleinlich und unbedeutend vorgekommen. Und so hatte er damit angefangen, sich selbst zu vivisezieren, und war schließlich dazu gekommen, andre zu vivisezieren. Das Menschenleben - das schien ihm das einzige Ding, das zu erforschen sich verlohnte. Im Vergleich zu ihm war alles andre unbedeutend. Allerdings, wenn man das Leben in dem seltsamen Tiegel des Schmerzes und der Lust beobachtete, konnte man keine Glasmaske über seinem Gesicht tragen und konnte sich vor den Schwefeldämpfen nicht wahren, die einem das Hirn verwirrten und die Phantasie mit wilden Ausgeburten und verzerrten Träumen in Aufruhr brachten. Es gab so feine Gifte, daß, wer ihre Eigenschaften kennen lernen wollte, selbst von ihnen krank werden mußte. Es gab so seltsame Krankheiten, daß man sie durchmachen mußte, um ihr Wesen zu verstehn. Aber was empfing man auch für einen Lohn! Wie wundervoll verwandelte sich einem die ganze Welt! Die seltsame strenge Logik der Leidenschaft und das farbige Empfindungs- und Triebleben des Geistes aufzuzeichnen - zu beobachten, wo sie zusammenkamen und wo sie auseinandergingen, an welchem Punkte sie in Eintracht waren und wo sie sich befehdeten -, das war ein Genuß! Was tats, was er einen kostete? Für ein Sinnenerlebnis konnte man nie zu hohen Preis zahlen.



Lord Henry


 

Netzdino